Inhaltsverzeichnis und Leseproben

Der Inhalt des Buches:
Die Botschaft der Maria Magdalena 5
Danke 6
Vorwort 7
Eine Anmerkung 8
Einführung 9
Kapitel 1 11
Till Abele, mein Weg mit Maria Magdalena 13
Ursula Wagner, mein Weg kreuzt den von Till 25
Kapitel 2 29
Das Maria Magdalena Experiment 31
Erfahrungsberichte mit dem Nardenöl 39
Auf der Suche nach der Weiblichkeit 42
Kapitel 3 53
Die Botschaft der Maria Magdalena 55
Maria Magdalena und die beiden Wege 61
  • Der Weg der Erkenntnis
62
  • Der Weg des mitfühlenden Herzens
63
Ich bin, daher liebe ich 66
Liebe, Jetzt! 71
Die Parabel vom Schmetterling 74
Kapitel 4 79
Einleitung 81
Die Maria Magdalena Übertragung 85
Anhang 179
Die Seelenzeichen der Maria Magdalena 181
Bücher, nicht nur zum Thema Maria Magdalena 189
Ausklang 191
Alltags-Spiritualität 193
Unser Weg führt vom Erinnern über das Tun zum Sein 200

Leseprobe Text Ursula:

Seit Jahrhunderten, wenn nicht seit Jahrtausenden, leben wir nahezu alle in patriarchalischen Gesellschaften. Das war und ist in allen Bereichen des Lebens gut sichtbar. Ob es nun die Politik war und ist, die überwiegend von Männern gemacht wurde und wird oder ob wir die Kirchen und Religionen der Welt betrachten oder ob es um die Bereiche Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft geht, alle diese Bereiche des Lebens werden mehr oder weniger patriarchalisch geführt.

Besonders der spirituelle, geistige und geistliche Bereich des Lebens war den Männern vorbehalten. Ganz gleich, welche der großen Religionen wir näher betrachten, überall gab und gibt es nur sehr wenige Frauen, die eine bedeutendere Rolle eingenommen haben. Natürlich gibt es überall Ausnahmen, doch Frauen bleiben eben die Ausnahme.

Es ist nun an der Zeit, dass wir zu einem ausgewogenen Denk- und Verhaltensmuster im Hinblick auf unseren Umgang miteinander, aber auch im Umgang mit dieser einen Welt die wir haben, kommen. Dazu braucht es aber zuerst das Anerkennen, Zulassen und Leben unserer inneren weiblichen und männlichen Seelenanteile. Das gilt für Männer genauso wie für Frauen. Sehr oft sind Frauen in unserer heutigen Gesellschaft bestrebt, die besseren Männer zu sein um sich dadurch eher durchsetzen zu können. Frauen sollten nicht zu sehr die männliche Seite in sich kultivieren, denn dadurch setzen wir Frauen nur die alten Modelle unter anderen Vorzeichen fort.

Wir alle sind gefordert, sowohl unsere weiblichen als auch unsere männlichen Seelenanteile zu leben. Nur durch diesen inneren Schritt kommen wir weg von Intoleranz, Ablehnung, Dominanzstreben, Machtansprüchen, Trennung und Spaltung. Solange wir unserer Ratio zu viel Raum geben, solange gibt es ausgrenzendes Denken, legen wir zuviel Wert auf Unterschiede, vertreten wir persönliche Interessen, gibt es persönliches Gewinnstreben – leben wir männliches „Besser-weiter-höher-mehr-Denken“. Dieses Denken führt zu Krieg, Hass, Gewalt, Ablehnung und auch zur Ausbeutung unserer Erde und allen Lebens. Beispiele wohin uns das geführt hat, gibt es wahrlich genug.

Der patriarchalisch denkende und handelnde Mensch lebt größtenteils nur die Hälfte seines ihm mitgegebenen Potentials. Ein ausgewogenes Umsetzen beider, in jedem Menschen vorhandenen männlichen und weiblichen Kräfte, erlaubt ein harmonisches Miteinander und das Überwinden von Gegensätzen. Dann richtet sich der Blick auch vermehrt auf das Universelle und weniger auf das Individuelle und dadurch erkennen wir unsere Verantwortung im Jetzt für zukünftige Generationen.

Von Franz Alt gibt es ein wunderbares Buch, das ich vor Jahren gelesen habe und das mir aus der Seele gesprochen hat. Es ist das Buch „Jesus, der neue Mann“. Darin zeigt Franz Alt auf, dass Jesus der erste Mann war, der es gewagt hatte, seine innere Weiblichkeit auch offen zu leben. Ich habe in diesem Buch die Botschaft gefunden, dass wir alle Jesus weniger anbeten und verherrlichen sollten, sondern dass wir viel mehr so leben sollten wie er gelebt hat. Jesus hatte keine Vorurteile, sondern ging immer offenen Herzens liebevoll auf die Menschen zu. Jesus hat vorbehaltlos gegeben, er hat aber auch jeden Menschen angenommen so wie er war. Er war voller Liebe und Mitgefühl, hat aber auch da, wo es nötig war, seine männliche Kraft eingesetzt und klare Worte gesprochen. Er hat seine weiblichen und männlichen Seelenanteile in absoluter Harmonie gelebt.

Leseprobe aus Tills Übertragung:

Die Zeit, in der ihr lebt, ist voller Wahrheiten und Unwahrheiten und es fällt sehr schwer, das eine vom anderen zu unterscheiden und dann auch noch entsprechend zu handeln. Doch Unwahrheiten könnt ihr fühlen, genauso, wie wenn ihr zu euch selbst nicht wahrhaftig seid. Wenn ihr euch selbst belügt, bleibt ein Rest übrig, der um die Unwahrheit weiß und so lange dieser Rest bleibt, fühlt ihr, dass etwas nicht stimmt. Der Verstand hat für alles eine Erklärung, er versteht es, eine Wahrheit zur Unwahrheit und die Unwahrheit zur Wahrheit werden zu lassen. Euer Gefühl kann das nicht. Und weil das Fühlen eine eurer besten Eigenschaften ist, könnt ihr euch auf euer Gefühl mehr verlassen als auf euren Verstand.

32
Ich bitte euch, liebe Frauen, überlasst die Wahrheitssuche nicht mehr den Männern alleine, tragt die Verantwortung gemeinsam mit ihnen. Und tragt sie besonders für euch selbst und eure Kinder. Ich hatte das Glück, in einem Hause groß zu werden, in dem die Mutter die Verantwortung alleine trug. Und ich sagte euch bereits, dass sie eine kluge Frau gewesen ist. Es war die Zeit, in der der Glaube vorherrschte, nur aus dem männlichen Samen könne Leben entstehen und diejenigen, die euch das glauben machten, taten es mit Absicht. Ihr habt euch täuschen lassen und ihr habt euch aus Angst diesem Glauben angeschlossen.

Die ältesten Samenkörner, die ihr gefunden habt, waren Tausende von Jahren alt und sie könnten noch weitere Tausende von Jahren in den Krügen lagern, ohne je ein einziges lebendiges Wesen hervor zu bringen. Erst die Erde lässt den Samen keimen und erst der Schoß einer Frau lässt aus dem Samen Leben entstehen. Und erst durch die Fürsorge der Mutter wird dieses neue Leben zu einem kräftigen Halm, zu einem Kind. Der Same aber, der seinen Anteil zum Leben beigetragen hat, wird wertlos und verdirbt, bleibt Hülle, aus dem kein weiteres Leben mehr entstehen kann.

Ihr, liebe Frauen, seid es, die die Richtung des Halmes bestimmt, die das Kind, ob Tochter oder Sohn, lehren kann, eine Welt des Friedens und des Mitgefühls zu erschaffen. Eine Welt, in der die Liebe als höchste Kraft des Universums gelebt und erfahren wird. Ihr seid es, die sieben Jahre lang, wie es bei uns die Tradition war, tiefsten Einfluss auf eure Kinder und deren Leben ausüben könnt.

Was hat sich bis heute daran geändert? Fast nichts. Wie ihr wisst, sind die ersten sieben Jahre prägend für eure Kinder, bevor ihr sie in die Welt der Erwachsenen entlasst. In die Schule oder, wie es bei uns der Fall war, die Söhne in die Obhut der Väter, während die Töchter weitere sieben Jahre bei der Mutter bleiben durften.

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