Anima Symbol UNIVERSALE LIEBE

Wenn man im Internet sucht, gibt es seitenlange Abhandlungen darüber, was bedingungslose Liebe ist. Ich denke, intellektuell haben wir alle eine gute Vorstellung davon – einfach nur lieben, nichts erwarten, nichts zurück erwarten …

universale_liebe

Die Anima-Kinder sagen uns, dass wir diese Liebe sind. Unser innerster Kern ist göttlich, ist diese bedingungslose Liebe – und sie sagen „ES IST GANZ EINFACH, SEI DIESE LIEBE“:

 

Kinder leben diese göttliche, bedingungslose Liebe. Um das zu erkennen, brauchen wir uns nur ein Baby oder Kleinkind anzuschauen. In diesem Alter ist alles noch einfach, Kinder sind voller Vertrauen, Liebe und Unschuld.

 

Sehr viel schwieriger ist es für uns Erwachsene geworden, so einfach zu sein. Ein Freund hat es so formuliert

 

„Es kostet dich ALLES um einfach zu sein.

Doch nur ein einfaches Herz geht mit Gott Hand in Hand“

 

Und so ist es tatsächlich. Wir Erwachsene müssen erst alles loslassen was wir zwischen uns und Gott und zwischen uns und unsere Mitmenschen gestellt haben. Seien das unsere Konzepte darüber wie etwas zu sein hätte, oder unsere Konstrukte über uns selbst und unser Selbstbild, seien es Erwartungen an andere, alte erlernte Muster, schlichtweg ALLES was wir in unseren Köpfen mit uns herumschleppen.

 

Mit einer Freundin habe ich lange darüber diskutiert, wie nun diese berühmte bedingungslose Liebe ganz praktisch hier in 3D gelebt werden kann. Wo stoßen wir an unsere Grenzen, wo haben wir Egofallen aufgestellt, in die wir immer und immer wieder tappen? Kann man als normaler Mensch es überhaupt schaffen, diese bedingungslose Liebe zu leben oder sind wir mehr oder weniger von vornherein zum Scheitern verurteilt? Kann man das bedingungslose Lieben in einer Partnerschaft oder einer anderen 3D Begegnung überhaupt  hinbekommen?

 

Ich habe auch viele Texte über bedingungslose Liebe gelesen, doch ein ganz kurzer Text darüber war für mich das so genannte „Aha-Erlebenis“. Ich las folgendes:

 

 „Wir alle haben unsere tagtäglichen Konfrontationen. Lieben bedeutet nicht, sich alles gefallen zu lassen. Es bedeutet vielmehr, dass wir lieben können, obwohl wir ganz deutlich sehen, dass vieles nicht in Ordnung ist. Wir brauchen das Verbrechen nicht anzuerkennen, im Gegenteil, wir können sehen und verstehen, dass es ein Verbrechen ist. Aber den Verbrecher, der dahinter steckt, können wir trotzdem lieben. Das stellt das erreichbare Ideal dar“.

 

Diese Zeilen haben bei mir ein tiefgehendes Verständnis bewirkt, was nun, ganz praktisch gesehen, bedingungslose Liebe wirklich ist. Es ist nämlich ganz einfach …. Liebe und erwarte nicht, auch geliebt zu werden. Lass jeden Menschen so sein, wie er ist, denn du kannst ihn trotz seiner Fehler lieben.

 

Dass wir, wenn es um die Theorie geht, Meister sind, wissen wir alle. Doch die Praxis ist der Ort, wo wir gefordert werden. Jede Theorie, und sei sie noch so schön, bleibt ein zahnloser Tiger, wenn sie nicht gelebt wird. In der Praxis sind wir gefordert, all das zu leben.

 

In einer Konfrontation zum Beispiel neigen wir dazu, das Trennende in den Vordergrund zu rücken. Wenn wir bedingungslos lieben könnten, dann würden wir in unserem Gegner in erster Linie das geliebte göttliche Wesen sehen und da wir alle göttliche Wesen sind, wäre es sehr viel leichter, den Blick dann auf den GEMEINSAMKEITEN zu halten. Wenn wir uns in einer Konfrontation den Gemeinsamkeiten widmen, wiegt das Trennende nicht mehr so schwer. Das gilt in den persönlichen Konfrontationen bis hinauf zu den Konflikten ganzer Länder. Wir neigen auch alle dazu, vom anderen jeweils EINSICHT zu fordern – und meinen damit meistens Einsicht = eine = meine = Sicht.

 

Solange wir von den Emotionen und Handlungen anderer Menschen abhängig sind und wir nur lieben können, wenn unsere Erwartungen und Vorstellungen erfüllt werden, dann werden wir hin- und her gerissen wie ein Blatt im Wind.

 

Wenn wir uns nicht selbst vorbehaltlos lieben können, dann können wir auch andere nicht lieben, obwohl wir uns das gerne einreden möchten. Mag sein, wir können für Menschen, die uns sehr lieben so etwas wie Liebe empfinden. Doch die Liebensfähigkeit unseres Herzens fängt bei uns an. Von dort geht sie hinaus zu unseren Nächsten, unserer Familie, Arbeitskollegen, Menschen denen wir am Arbeitsplatz oder auf der Straße begegnen. Wenn wir selbst lieblos sind, dann empfinden wir auch unsere Umwelt als lieblos. Doch unsere Umwelt ist nur ein Spiegel, unser Spiegel.

 

Jeder Mensch, der uns begegnet, ist ein „Lernobjekt“ für uns um bedingungslos lieben zu lernen. Ob das nun der Briefträger ist, dem wir mit liebevoller Freundlichkeit begrüßen statt ihn mit Gleichgültigkeit zur Kenntnis zu nehmen oder ob es unsere ewig nörgelnde Nachbarin ist, der Straßenkehrer, oder ob das ein Mensch ist, der uns unrecht getan und uns verletzt hat. Dieser Mensch fordert unsere Liebesfähigkeit schon mehr heraus.

 

Eigentlich ist es ziemlich leicht, Menschen die uns ferne sind, die wir nicht kennen, die irgendwo leben, zu lieben. Die wahre Herausforderung begegnet uns in denjenigen Menschen, denen wir uns im Alltag zu stellen haben, denen wir von Angesicht zu Angesicht begegnen, mit Menschen, die eine andere Meinung haben als wir, mit denen wir Konfrontationen durchzustehen haben, die uns vielleicht beleidigt oder verletzt haben. Das sind die wahren Prüfungen für unsere Liebesfähigkeit.

 

Wenn du in so einer Konfrontationssituation fest steckst, dann frage dich, ob das alles was jetzt so wichtig erscheint, auch dann noch wichtig wäre, lägst du auf dem Totenbett … die Antwort ist sicherlich nein, es wäre dann nicht mehr wichtig. Das einzige was dann noch zählt, ist, ob du genug geliebt hast …

 

Wie hat Buddha es formuliert? „Wir können durch die unpersönliche, bedingungslose Liebe, wenn sie immer vorhanden ist, erleuchtet werden. Aber ohne sie können wir den Weg zur Erleuchtung niemals finden“.

 

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